Honigbiene

Die Honigbiene (Apis) ist, wie ihr Name schon verrät, die einzige honigproduzierende Bienengattung, was ihr ein Überwintern als gesamtes Volk möglicht macht. Insgesamt gibt es 9 verschiedene Honigbienenarten von denen 8 in Asien heimisch sind. Die einzige außerhalb Asiens natürlich vorkommende Art ist die Westliche Honigbiene (Apis mellifera). Ursprünglich nur in Europa, Afrika und Asien heimisch, hat sie sich durch uns Menschen weltweit verbreiten können, was sie zur bekanntesten und imkerisch am meisten genutzten Honigbiene macht. Von ihren 27 Unterarten wird in Deutschland von den Imker*innen in der Regel die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica) zum Imkern verwendet [1].

Die Honigbiene wird schon seit tausenden von Jahren vom Menschen beimkert. Die erste Darstellung wird auf etwa 6000 – 10.000 v.Chr. geschätzt: diese Höhlenmalerei in Cuevas de la araña in Spanien stellt eine menschliche Figur dar, die eine von Honigbienen umschwirrte (vermutliche) Baumbeute besteigt, um Honig zu ernten [2]. Imkereiszenen auf alten Tempelbildern (z.B. im Tempel der Sonne des Königs Niuserre in Abu Ghurab) zeigen, dass in Ägypten Honigbienenhaltung und die Weiterverarbeitung von Honig und Wachsprodukten verbreitet war und hoch geschätzt wurde [3]. Als schriftliches Dokument zeigt die Naturalis Historia des Plinius (ca. 77 v.Chr) deutlich, dass Bienenhaltung und -zucht sowohl bereits lange in der griechischen als auch der römischen Antike betrieben wurde - er bezieht sich auf wesentlich ältere Quellen von Autoren wie Aristoteles und Columella [4].

In dieser Arbeit werden die vier meist verbreiteten Unterarten der Apis Mellifera vorgestellt, um ihre Eigenschaften für die Imkerei zu vergleichen. Es wird diskutiert, ob die Dunkle Biene wieder vermehrt gezüchtet werden sollte.

Die Honigbienen

Europas

[1] Noah Wilson-Rich (2014): Die Biene. Geschichte, Biologie, Arten. 1. Aufl. Bern: Haupt Verlag.

[2] Vgl.: Crane, Eva: The World History of Beekeeping and Honey Hunting. Routledge New York, 1999.

[3] Vgl.: Birgit Sonja Feierabend: Biene und Honig im pharaonischen Ägypten: eine Studie anhand schriftlicher und bildlicher Quellen. Inaguraldissertation Geschichts- und Kulturwissenschaften, Johannes Gutenberg Universität Mainz, 2009.

[4] Plin. nat. 11, 4-21. 

Imkerei

Der Begriff „Imme“ stammt aus dem mittelhochdeutschen imme (imbe, impe) und bedeutet Bienenschwarm, Bienenstand. Das althochdeutschen imbi und das altenglische imby (Bienenschwarm) ist damit verwandt. Aus dem den Schwarm meinenden Begriff bildet sich die Bedeutung Biene als einzelnes Tier heraus. Der Begriff Imker ist damit artverwandt.

 

"Imker" ist das Wort für Bienenzüchters, dass aus dem niederländischen und niederdeutschen Sprachgebrauch hervorkam und den Begriff des Bienenvaters oder Zeidlers allmählich verdrängte. Die Wortbestandteile sind aus den Substantiven imme (Bienenschwarm) und kar (Korb, Gefäß) zusammengesetzt. [1]

 

Besonders die Heideimkerei nutzte früher Bienenkörben aus Stroh, inzwischen ist die Magazinbeute, übereinandergestapelte Kisten mit beweglichen Waben auf Rähmchen (Mobilbau) die wohl am weitesten verbreitete Wahl. Die Ausführungen für Bienenbeuten sind aber vielfältig - in Aufbau und Material. Hier zeigt sich, was der Imker*in in der Honigbienenhaltung wichtig ist: Klotzbeuten aus Holzstämmen gelten als naturnahe Honigbienenhaltung, Magazinbeuten aus Holz oder Styropor schaffen einem Bienevolk menschengemachte Herausforderungen, sind aber im Alltag ökonomischer für die Imker*in.

Man kann die Freizeitimkerei von der Berufsimkerei unterscheiden, die nur etwa 4% der gesamten deutschen Imkerei ausmacht. Berufsimker*innen sind laut Regelung des §13a EStG Imkereien ab 31 Völkern. Von den 130.000 Imker*innen in Deutschland sind etwa 96% Freizeitimker*innen. [2]

Dieser Text wertet einen Fragebogen aus, der im Vorfeld von 16 Imker*innen beantwortet worden ist. Es wird nach der Motivation zu Beginn und im Verlauf des Imkerns gefragt.

Motivation der Hobbyimker*innen

Hier ist das Ergebnis unserer Exkursion zu Olaf Dube, einem demeterzertifizierten Berufsimker in Berlin.

Bericht:

Demeterzertifiziertes Imkern

[1] Vgl.: Dudenredaktion (Hg.) Duden: Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Band 7, 5., neu bearbeitete Ausgabe. Dudenverlag Berlin Mannheim Zürich, 2014.

[2] Vgl.: Deutscher Imkerbund e. V.: Jahresbericht 2018/2019. Wachtberg, 2019. Online unter: https://deutscherimkerbund.de/userfiles/DIB_Pressedienst/Jahresbericht_2018_19.pdf Abgerufen: 30.3.2020

©BienenWerkSTADT