Bienen und Wasser

Was und wie trinken Bienen?

Bienen müssen, wie andere Tiere auch, trinken. Meist reichen ihnen dazu schon die morgendlichen Tautropfen oder der Wassergehalt des Nektars. Wenn es wärmer ist, bedienen sich die Tierchen aber auch an Flüssen, Seen oder Bächen, was nicht ganz ungefährlich ist (vgl. "Bienen im Wasser"). Durch den Klimawandeln und die dadurch resultierende Trockenheit kommt es aber oft zu einem Austrocknen von Pfützen und Bächen, sodass die Bienen unter Wasserknappheit leiden.

Fun Fact: Bei zu wenig Wasser leiden Bienen unter Verstopfung.  

 

Bienen brauchen Wasser zum Bauen

Im Stock von Honigbienen liegt die Temperatur bei konstanten 35 °C. Um diese Temperatur auch bei sehr hohen Außentemperaturen aufrechterhalten zu können, sammeln erfahrene “Wasserholer-Bienen” Wasser und transportieren dieses in den Bienenstock. 60 mg Wasser kann so von einer Biene transportiert werden. Wenn das Wasser im Stock verteilt ist, fächeln die Bienen mit ihren Flügeln und sorgen so für eine größere Verdunstung, um den Stock zu kühlen.

Wildbienen brauchen Wasser unter anderem, um mit feuchtem Lehm ihre Bruthöhlen zu bauen.

 

Bienen im Regen

Bienen haben ein gutes Gespür dafür, wenn es anfangen wird zu regnen und bleiben dann in ihrem Stock. Regentropfen sind im Vergleich zum Bienenkörper ziemlich groß und können die kleinen Tierchen sogar erschlagen. Wird eine Biene von einem Regenschauer auf einem Flug überrascht, versteckt sie sich meist unter Blättern, Blüten, Bäumen oder Dachvorsprüngen bis der Schauer vorbei ist. Sollte sie dann doch einmal nass werden, ist sie durch das zusätzliche Gewicht nicht mehr in der Lage zu fliegen und muss warten, bis sie von der Sonne wieder getrocknet wird.

Bei langen Regenperioden wird es für Bienenvölker sogar gefährlich. Durch den fehlenden Nektar und die Pollen verhungern sie. Außerdem sind sie deutlich träger und anfälliger für Krankheiten.

Bienen im Wasser

Landet eine Biene im Wasser, zum Beispiel beim Trinken, endet es meist tödlich, denn sie können nicht schwimmen. Ihr Körperbau verhindert, dass sie den Kopf aus dem Wasser strecken können, um zu atmen. Wenn sie dann nicht schnell an einen Stein, Ast oder Blatt gelangen, verenden sie im Wasser.

Neuere Forschungen von Chris Roh und Morteza Gharib vom California Institute of Technology in Pasadena haben aber ergeben, dass Honigbienen in der Lage sind für ein paar Minuten auf dem Wasser zu “surfen” und sich so an Land zu retten. Die Unterseite der Flügel bleibt am Wasser haften, was das Fliegen verhindert. Dafür können die Insekten durch kräftige Flügelbewegungen Wellen erzeugen, auf denen sie sich fortbewegen können. Da dies aber deutlich anstrengender ist als fliegen, gehen die beiden Forscher davon aus, dass den Honigbienen nur etwa 10 Minuten bleiben, um sich zu retten.

 

Ronja B. (24.02.2021)

 

Quellenlinks

https://honig-und-bienen.de/ernaehrung-der-biene/

https://www.bee-careful.com/de/initiative/die-bienentraenke-eine-wasserstelle-fuer-durstige-/

https://www.gelsenwasser-blog.de/weltbienentag-bienen-brauchen-wasser/

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/insektentraenke-wasser-insekten-bienen-wespen-hornissen-100.html

https://frag-floh.de/natur/tierwelt/koennen-alle-tiere-schwimmen

https://www.pnas.org/content/116/49/24446

https://www.scinexx.de/news/biowissen/bienen-koennen-surfen/

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/beratung-und-information/22475.html

https://www.bienenjournal.de/kolumne-bienen-im-regen/

(Quellen vom 24.02.2021)